Neues Gesicht für den Alten Markt

Neue Bäume, passendere Pflastersteine, mehr Platz für Fußgänger und Gastronomie und kostenfreies WLAN – der Alte Markt in der Altstadt wird ordentlich aufgewertet. Die Pläne wurden in insgesamt drei Bürgerbeteiligungen vorgestellt und diskutiert. Nach der Umgestaltung, die die Landschaftsarchitekten der „Planergruppe Oberhausen“ entworfen haben, sollen vor allem die historischen Bezüge stärker in den Vordergrund treten.

Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde in Monheim Markt abgehalten. Direkt am Marktplatz lag einige Jahrzehnte lang auch das erste Monheimer Rathaus, das im Jahr 1867 bezogen wurde. Der zweigeschossige Backsteinbau an der Ecke Turmstraße/Freiheit wurde auch wegen seiner günstigen Lage mitten im Ort als neues Rathaus ausgewählt. Erst, als das Gebäude marode und mit der wachsenden Bevölkerungszahl zu klein wurde, zog man 1938 an die heutige Alte Schulstraße. Über dem ehemaligen Eingang des ersten Rathauses ist „A P 1787 Den 4 Maey“ eingemeißelt – wohl das Datum der Fertigstellung. Ein Medaillon über der in den 50er Jahren zugemauerten Eingangstür zeigt den Kopf und ein Zitat des ersten deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck: „Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt“. Seit 1984 ist das alte Rathaus in die städtische Denkmalliste eingetragen.

Die Ursprünge der kommunalen Politik und der modernen Wochenmärkte liegen demnach im Alten Markt. Der Platz war aber auch immer ein beliebter Ort für Feste. Bis in die 30er Jahre wurde hier Kirmes gefeiert, 1946 wurde der Alte Markt mit Weihnachtsbäumen und Adventskränzen geschmückt, seit 1977 findet hier der Gänseliesel- und seit 1999 auch der Weihnachtsmarkt statt.

Basalt-Natursteine ersetzen rote Pflastersteine

Mit der Umgestaltung sollen die historischen Bezüge jetzt wieder deutlicher werden. Die regional eher untypischen roten Pflastersteine ersetzen künftig Basalt-Natursteine. Ein deutlicher Schritt Richtung Zukunft ist das kostenfrei verfügbare städtische WLAN. Während der Platz und die einmündenden Straßen neu gepflastert werden, wird auch die Kanalisation verbessert.

Quer über die Kapellenstraße, vom Landschaftspark Rheinbogen zur Turmstraße, wurde seit September ein etwa ein Meter breiter Kanal verlegt, der den alten, hydraulisch überlasteten, ersetzt. Im Dezember stießen die Kanalbauexperten nahe dem Zollhaus auf eine Abwasseranlage aus dem 18. Jahrhundert. Der Fund wurde von Kölner Archäologen dokumentiert und an den Landschaftsverband Rheinland weitergeleitet. Der Kanalbau rückt nun weiter Richtung Osten in der Turmstraße vor – gefolgt vom Straßenbau mit dem neuen Pflaster.

Am neuen Alten Markt mit den breiteren Aufenthaltsflächen für Fußgänger und Gastronomie sollen hohe Linden Schatten spenden. Östlich der bestehenden großen Linden werden drei Bäume in Höhe der Gaststätte „Spielmann“ gepflanzt. Die Bäume sind mit rund 15 Jahren etwa doppelt so alt und haben bereits deutlich größere Stamm-Durchmesser als bei Neupflanzungen sonst üblich. Der Entwurf der beauftragten „Planergruppe Oberhausen“ sieht außerdem drei Linden am Fuße der Turmstraße vor. Am Übergang Kapellenstraße wird ein Baum der in den neuen Rheinbogen hineinführenden Grünallee bereits auf Altstadtseite gesetzt und bildet so einen optischen Übergang.

Hier wird ein weiterer Aspekt der Planung deutlich: Die Umgestaltung soll den Blick von der Altstadt  aus in Richtung Rheinbogen öffnen und Monheims historisches und gastronomisches Zentrum auch vom Rhein aus wieder deutlich sichtbar machen. Die Altstadt wird also besser mit dem vorgelagerten [intern]Landschaftspark Rheinbogen verbunden. Seit dem Sommer 2016 laden hier Wasserspielplatz, Klettergerüste, Schaukeln, Wippen und Drehkreisel, umgeben von weichen Sandflächen und grünem Rasen, zum Spielen ein.

Aktuelle Informationen bei Baustellenbegehungen

Über den Fortschritt der Bauarbeiten in der Altstadt können sich Interessierte wie gewohnt bei regelmäßigen Baustellenbegehungen informieren. Alle zwei Wochen stehen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Baufirma dienstags um 10 Uhr Rede und Antwort.

Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2017 beendet sein. Nach der Umgestaltung zieht auch der 65 Jahre alte Marktbrunnen wieder an seinen alten Platz. Der Brunnen steht in der heute vertrauten Form seit 1952 am Alten Markt. Die etwa viereinhalb Meter hohe Säule aus Muschelkalk wurde von dem Monheimer Steinmetzmeister Heinz Püster entworfen. Die Brunnensäule ist mit einem Wappenschild gekrönt, der auf der einen Seite den bergischen Löwen, auf der anderen den heiligen Gereon zeigt, den Namenspatron der nahegelegenen Pfarrkirche.

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