Monheim-Lexikon: Gänselieselmarkt

Durch die Altstadt schlendern und im Trödel stöbern

Seit 1977 ist der Gänselieselmarkt ein fester Programmpunkt im Monheimer Veranstaltungskalender. Damals laborierte die Stadt an den Folgen der kommunalen Neugliederung, die Monheim und Baumberg 1975/76 zu Vororten von Düsseldorf gemacht hatte.

Wieder selbstständig geworden, musste sich die Stadt etwas einfallen lassen, damit sich die Bürger wie früher mit ihr identifizieren mochten. Die Kölner Agentur Acon nahm sich der Imagepflege an, kreierte den Slogan „Ich mag Monheim“ und ließ ihn auf Aufkleber, Kaffeebecher und Einkaufsbeutel drucken.

Die Werbeprofis und Manfred Godek, der damalige Pressesprecher der Stadt, hatten noch eine weitere Idee: Sie riefen eine Veranstaltung ins Leben, die es in ihrer Form in Monheim noch nicht gegeben hatte – den Gänselieselmarkt.

Der Name war einprägsam und lag nahe. Schließlich darf Monheims [intern]Wappenmaid bei keinem offiziellen Anlass fehlen. Das schlichte Konzept stand von Anfang an fest und hat sich bis heute bewährt: Viel Trödel und Krimskrams aller Art, aber nur aus privater Hand, dazu ein Bühnenprogramm mit Musik auf dem Alten Markt, das seit 2002 komplett von der städtischen [intern]Musikschule gestaltet wird.

Premiere war im September 1977

Der erste Gänselieselmarkt mit 70 Händlern und rund 10.000 Besuchern unterschied sich im wesentlichen nur im Termin von seinen vielen Nachfolgern. Die Premiere fand am 24. September 1977 statt. Im Jahr darauf wechselte man dann auf den letzten Samstag im Mai, von dem man nur abging, wenn er direkt vor Pfingsten lag.

Wichtig auch eine weitere Kontinuität: Der Markt muss von der jeweils amtierenden leibhaftigen Gänseliesel eröffnet und begleitet werden. Nur einmal, 1980, fehlte sie. Dafür gab es ein anderes Mal Gänselieseln zum Hineinbeißen. Bäckermeister Emil Drösser formte 1978 die Frauengestalt aus Eier-Mürbeteig in limitierter Auflage von hundert Stück. Nach hunderten bemaß sich mit der Zeit auch die Zahl der Händler. 1979 waren es schon 200 Stände, an denen sich laut Presseberichten rund 25.000 Schau- und Kauflustige drängten.

Stände mit einer Gesamtlänge von 1200 Metern

Das Jahr 1985 ging in die Markt-Annalen ein, weil zum ersten Mal Regen das Vergnügen trübte. 1987, zum Zehnjährigen, mussten Händler und Besucher endlosen Niederschlägen standhalten. Bei schönem Wetter ist und bleibt der Gänselieselmarkt jedoch ein Publikumsmagnet mit Anziehungskraft weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Die Einführung von Standgebühren in den Neunzigerjahren stoppte den Aufwärtstrend nur vorübergehend. In aller Regel ist der Markt ausgebucht. Dann sind es bis zu 300 Händler an Ständen mit einer Gesamtlänge von etwa 1200 Metern, die zum Schlendern und Stöbern einladen.

Als 2010 erstmals [intern]Stadtfest gefeiert wurde, wurde der Gänselieselmarkt als tragende Säule in die dreitägige Großveranstaltung integriert. Damit auch im Notfall die Sicherheit von Händlern und Besuchern gewährleistet ist, werden seit 2011 die Zollstraße und die Turmstraße in Höhe Pfannenhof nicht mehr mit Ständen belegt. Zum Ausgleich wurde der Gänselieselmarkt vom Schelmenturm aus in die Alte Schulstraße hinein ausgedehnt. So rücken auch Gänselieselmarkt und Stadtfest näher zusammen.

Letzte Änderung: 29. Mai 2013

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