Mit dem Sophie-Scholl-Quartier schließt die städtische Tochtergesellschaft Monheimer Wohnen in wenigen Wochen ihr drittes Neubauprojekt ab. 2021 zogen im Quartier „Unter den Linden“ im Berliner Viertel die ersten Mieterinnen und Mieter ein, 2023 wurden die Schlüssel für weitere Wohnungen an der Françoise-Dolto-Straße im Baumberger Frankreichviertel übergeben und 2024 wurden 162 Wohnungen im Sophie-Scholl-Quartier fertig. Ab August stehen nun weitere 29 öffentlich geförderte und zehn frei finanzierte Wohnungen zur Verfügung. Die Vergabe der gefragten Wohnungen, die zwischen 48 und 98 Quadratmeter groß sind, erfolgt wieder nach einem mehrstufigen Prüfverfahren.
Die Monheimer Wohnen wurde 2017 als Tochtergesellschaft der Stadt mit dem Ziel gegründet, wertigen und zugleich bezahlbaren Wohnraum für möglichst alle Generationen und Bevölkerungsschichten bereitzustellen. So entstehen im Sophie-Scholl-Quartier in 18 Wohngebäuden insgesamt 201 Wohnungen. „Mit dem dritten und letzten Bauabschnitt setzen wir unser Engagement fort, um in Monheim am Rhein dringend benötigten Wohnraum zu schaffen“, sagt Daniel Fieweger, Geschäftsführer der Monheimer Wohnen GmbH. „Wir freuen uns darauf, vielen Menschen ein neues Zuhause bieten zu können – sowohl in freifinanzierten als auch in den öffentlich geförderten Wohnungen.“
55 Prozent der Wärmeversorgung wird regenerativ erzeugt
Die Wohnungen im Sophie-Scholl-Quartier sind mit Fußbodenheizung, Kellern, Fahrradabstellräumen, Kinderwagenräumen und bodengleichen Duschen ausgestattet. Alle Einheiten sind barrierefrei erreichbar. Die Gebäude werden nach dem sogenannten „KFW-55 EE Standard“ errichtet. Das Wärmekonzept beinhaltet ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk in Kombination mit einer Luft-Stromwärmepumpe, die den benötigten Strom aus den Photovoltaikmodulen auf den Dächern der Wohnhäuser bezieht. KFW 55 bedeutet, dass der Primärenergiebedarf nur bei 55 Prozent des Wertes eines Referenzhauses liegt. Das Kürzel „EE“ steht für „Erneuerbare-Energien-Klasse“. Dabei werden mindestens 55 Prozent der Wärmeversorgung für Heizung und Warmwasser regenerativ erzeugt – im Sophie-Scholl-Quartier geschieht dies hauptsächlich über den Sonnenstrom. Darüber bietet die MEGA ein Mieterstrommodel an, so dass Mieterinnen und Mieter den im eigenen Quartier erzeugten Sonnenstrom auch selbst nutzen können.
In den Erdgeschossen gibt es Mietergärten mit Terrassen, in den oberen Stockwerken Balkone und in den Wohnungen der Staffelgeschosse sogar bis zu zwei Dachterrassen. Alle 18 Häuser sind an eine große Tiefgarage angebunden, aus denen Aufzüge direkt in die jeweilige Etage der neuen Wohnung fahren. Wer auf ein eigenes Auto verzichten möchte, profitiert von einem Car-Sharing-Angebot: Geplant sind derzeit bis zu zwei Kleinwagen, ein Kompaktwagen und ein Transporter. Neben Spielplätzen für Kinder gibt es außerdem einen Outdoor-Fitnessbereich, der bereits rege genutzt wird.
29 öffentlich geförderte und zehn freifinanzierte Wohnungen
In die Vermarktung gehen nun 39 Wohneinheiten, die im August 2025 fertig werden sollen. Für 29 öffentlich geförderte Wohnungen mit bis zu vier Zimmern wird ein Wohnberechtigungsschein benötigt, hier liegt der Mietpreis pro Quadratmeter bei 6,61 Euro. Zehn Wohnungen mit bis zu vier Zimmern sind freifinanziert, hier liegt der Mietpreis pro Quadratmeter bei 13,50 Euro. Im Erdgeschoss wird der Drogeriemarkt Rossmann einziehen.
Die Vergabe der gefragten Wohnungen erfolgt wieder nach einem mehrstufigen Prüfverfahren. Besonderen Wert wird durch die Monheimer Wohnen unter anderem auf die Förderung von Familien mit Kindern sowie Menschen mit einem dringenden Bedarf an barrierefreiem Wohnraum gelegt. Ebenso werden Menschen, die bereits in Monheim am Rhein wohnen oder die hier ihren Arbeitsplatz haben, bei der Vergabe bevorzugt. Besonders geachtet wird auch auf besondere soziale Notlagen. Hiervon profitieren Menschen, die wegen unverschuldeter Wohnungslosigkeit dringend ein neues Zuhause benötigen oder Frauen, die derzeit in Frauenhäusern untergebracht sind. Bei Schwangeren zählt auch das noch ungeborene Kind bereits als Familienmitglied.
Bewerben können sich Interessenten bis zum 16. April über ein Formular auf der Website www.monheimer-wohnen.de. Über das Formular werden alle notwendigen Angaben abgefragt, die schließlich in das Verfahren zur gerechten Wohnungsvergabe einfließen. Die Reihenfolge der Einreichungen bildet ausdrücklich kein Vergabekriterium: Alle bis zum 16. April eingesendeten Anfragen nehmen gleichberechtigt am Vergabeverfahren teil. Nach Auswertung aller eingegangenen Interessentenformulare werden nach Ostern, ab dem 22. April, alle Mietinteressentinnen und -interessenten informiert. Ein schriftliches oder telefonisches Nachhaken durch die Mietinteressenten beschleunigt diesen Prozess nicht. (bh)