Monheim-Lexikon: Berghausener Straße

Zwischen Baumberg und Berghausen

Baumberg und Berghausen: Was haben die Nachbarn gemein, was unterscheidet sie? Den „Berg“ führen beide im Namen – im flachen Rheinland zählt eben jede noch so kleine Bodenerhebung. Die früheste urkundliche Erwähnung Berghausens ist in das Jahr 1218 datiert („Berchusen“), die von Baumberg ins Jahr 1296 („Boimberg“).

Berghausen hat seit 1968 einen eigenen S-Bahnhof, während sechs Jahre zuvor mit der letzten Fahrt der [intern]Straßenbahn Abschied von der Schiene genommen hatte. Für den öffentlichen Nahverkehr zwischen beiden Orten gibt es seit 1980 die Buslinie 777, betrieben von den [extern]Bahnen der Stadt Monheim und der [extern]Rheinbahn.

Berghausen und Baumberg waren lange kleine Dörfer. Im Jahr 1900 hatte Berghausen rund 770 Einwohner, Baumberg rund 1200. Hohen Stellenwert haben in beiden Orten seit jeher Brauchtum, Frohsinn (je ein Veedelszoch!) und Vereine aller Art.

Dem Verkehr zwischen hüben und drüben dient seit alter Zeit die Berghausener Straße. Der Straßenname ist schon im wohl 1911 erschienenen „Adreßbuch für den unteren Landkreis Solingen“ aufgeführt, damals in der Schreibweise „Berghauserstraße“. Pendant auf Berghausener Gebiet ist die Baumberger Straße.

Die Landstraße 353 überwindet die Stadtgrenze von Monheim und Langenfeld und dient vor allem dem Zubringerverkehr zur Autobahn 59. Den Charakter einer schmalen, von Bäumen gesäumten Chaussee hat die Berghausener Straße im Zeitalter der Massenmotorisierung eingebüßt. Interessant war ihr ursprünglicher Verlauf in Baumberg. Die heutige Einmündung an der Monheimer Straße, zwischen Winrich-von-Kniprode-Schule und Kirche St. Dionysius, wurde 1968 gebaut. Zuvor machte die Berghausener Straße einen Bogen nördlich um die Kirche herum (heute Sackgasse Von-Ketteler-Straße).

Als Bildarchivar Karl-Heinz Pohlmann die neue Einmündung im Oktober 1968 fotografierte, hielt er auch ein Stück [intern]Baumberger Schulgeschichte fest. Auf der linken Seite ist das alte Schulgebäude von 1824 zu erkennen, rechts sein Nachfolger von 1907. Der ältere Altbau wurde 1970 abgerissen, der neuere steht noch, wenn auch stark verändert.

Im Jahr 2006 baute die Stadt die bis dahin mit Ampeln gesicherte T-Kreuzung Monheimer / Berghausener Straße in einen Kreisverkehr um, den ersten in Baumberg und sechsten im Stadtgebiet. Das Rondell hat einen Durchmesser von 31 Metern und schließt zugleich das neu entstandene Wohngebiet Am Steinacker / Zum Hinterfeld an. Die Baukosten betrugen rund 250 000 Euro.

Letzte Änderung: 16. August 2010

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